Foto: Zander-Rade

Kreuzung Friedenstraße/Mariendorfer Damm für den Fuß- und Radverkehr sicherer gestalten

Foto: Zander-Rade

Für die Einrichtung einer mobilitätsgesetzkonformen Radverkehrsanlage an der Friedenstraße unter Beibehaltung des Bussonderfahrstreifes soll sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg beim Senat einsetzen. Dabei soll die Abzweigung der Friedenstraße Richtung Süden auf den Mariendorfer Damm ebenfalls gleich mitgedacht werden. Das beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der nächsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Astrid Bialluch-Liu, verkehrspolitische Sprecherin (Radverkehr): „Für Radfahrer:innen bestehen aktuell auf den Fahrbahnen keine sicheren Spuren. Die Friedenstraße ist aber Teil des Vorrangnetzes des Radverkehrsplans und damit von gesamtstädtischer Bedeutung.“

Die Kreuzung Friedenstraße/Mariendorfer Damm besteht aktuell aus sechs Fahrspuren, wovon drei Richtung Osten auf die Reißeckstraße und zwei – plus eine Busspur – auf den Mariendorfer Damm Richtung Süden führen. „Gerade vor dem Kreuzungsbereich sind Radfahrer:innen durch den zweispurig abbiegenden Autoverkehr Richtung Mariendorfer Damm sehr gefährdet“, betont Bialluch-Liu. Mit der entsprechenden Anpassung der Kreuzung und der Schaffung einer Radverkehrsanlage sei eine sichere Querung für Radfahrer:innen zu gewährleisten.

„Einige Radfahrer:innen weichen allerdings auf den ohnehin schon schmalen Fußweg aus, was zu Konflikten mit dem Fußverkehr führt,“ erklärt Annabelle Wolfsturm, verkehrspolitische Sprecherin (Fußverkehr) ergänzend. Auch für den Fußverkehr soll eine entsprechende mobilitätsgesetzkonforme, barrierefreie Verbesserung der Gehwege auf der Höhe der Querungsinsel und Bushaltestelle an der Friedenstraße/Ecke Mariendorfer Damm schnellstmöglich realisiert werden, so die Grünen-Politikerin.

Zudem ist der U-Bahnhof Alt-Mariendorf ein Umsteigebahnhof mit starkem Passagier:innenaufkommen der BVG. Annabelle Wolfsturm betont: „Im Sinne der Flächengerechtigkeit und der Sicherheit sollte der viel zu kleine Gehweg erweitert werden, um mehr Platz für Zufußgehende zu schaffen.“ Außerdem wird der Fußverkehr derzeit von der Haltestelle U-Bahnhof Alt-Mariendorf über die Hälfte der Friedenstraße geführt, um von dort aus den Mariendorfer Damm zu queren.

„Dieser Umweg ist sehr zeitaufwendig und führt dazu, dass Menschen, deren Ziel beispielsweise die Rheumaliga oder das benachbarte Ärztehaus ist, die gefährliche Abkürzung über den Mariendorfer Damm an einer Stelle ohne Querungshilfe nehmen“, sagt Wolfsturm besorgt. Die nächste sichere Querungsmöglichkeit befindet sich erst wieder an der Ecke Körtingstraße. Durch eine entsprechend andere Aufteilung des Straßenraums kann die Querung des Mariendorfer Damms sicherer gestaltet werden, da sich der „Umweg“ zur nächstgelegenen Ampel etwas verkürzt, meinen die beiden Grünen-Politikerinnen. Bis zur Oktober-Sitzung soll der BVV berichtet werden.