Tempelhof-Schöneberg feiert den internationalen Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Bildnachweis: commons.wikimedia CSD Berlin Pride 2021 Lucas Werkmeister
Bildnachweis: commons.wikimedia CSD Berlin Pride 2021 Lucas Werkmeister

Zum Tag der lesbischen Sichtbarkeit soll der Bezirk jedes Jahr eine Veranstaltung organisieren und jedes Jahr ein eigener Themenschwerpunkt gesetzt werden. Hierfür soll das Bezirksamt mit Organisationen und Vereinen kooperieren. Das beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Tempelhof-Schöneberg für die nächste Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Für 2023 schlägt sie der BVV eine Veranstaltung zum Sorgerechtsentzug queerer/lesbischer Mütter vor.

„Queere Frauen spielen in der Geschichte der Community eine zentrale Rolle, die allerdings selten anerkannt wird. Als queerster Bezirk Berlins müssen wir uns auch selbstkritisch fragen, ob wir zur Sichtbarkeit queerer Frauen bisher genug beigetragen haben“, betont Elias Joswich, queerpolitischer Sprecher der Grünen.

Am 26. April ist internationaler Tag der lesbischen Sichtbarkeit. Offiziell ausgerufen wurde der Tag 2008 in Spanien, seit 2018 wird der Aktionstag auch in Deutschland begangen. Yasmin Vadood, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion: „Der Tag der lesbischen Sichtbarkeit bietet einen optimalen Rahmen, um das Themenspektrum auch in Tempelhof-Schöneberg höher auf die Agenda zu setzen. Denn an diesem Tag werden jedes Jahr lesbische Vorbilder, Kultur, Geschichte und Vielfalt gefeiert. Gleichzeitig muss natürlich gelten: Wir setzen uns jeden Tag für lesbische Sichtbarkeit ein.“

Bis Februar nächsten Jahres soll der BVV vom Bezirksamt berichtet werden, was für den Tag der lesbischen Sichtbarkeit 2023 geplant ist.