Berlins drittes queeres Jugendzentrum soll in den Südwesten Berlins

Bildnachweis: commons.wikimedia CSD Berlin Pride 2021 Lucas Werkmeister
Bildnachweis: commons.wikimedia CSD Berlin Pride 2021 Lucas Werkmeister

Queere Jugendarbeit in Tempelhof-Schöneberg und dem ganzen Berliner Südwesten stärken – das ist der Plan der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Sie fordert das Bezirksamt auf, ein Konzept für ein queeres Jugendzentrum zu entwerfen und auf finanzielle, räumliche und pädagogische Aspekte einzugehen. Gleichzeitig soll das Bezirksamt frühzeitig Kontakt zu möglichen Partnerorganisationen aufnehmen. „Der neue Doppelhaushalt des Landes enthält wohl Gelder für ein drittes queeres Jugendzentrum. In Tempelhof-Schöneberg wollen wir diese Chance als Anlass nutzen, um die queere Jugendarbeit im Südwesten Berlins zu stärken“, erklärt Elias Joswich, queerpolitischer Sprecher der Fraktion. Bisher gibt es ein queeres Jugendzentrum in Pankow und eins in Mitte.

„Wir wollen einen festen Ort schaffen, einen Safe Space, in dem Kinder und Jugendlichen ein verlässlicher Anlaufpunkt geboten wird. Hier finden sie immer ein offenes Ohr und Hilfsangebote“, erklärt Yasmin Vadood, frauenpolitische Sprecherin. Eigene Räumlichkeiten bieten darüber hinaus viel Potenzial für weitere Angebote: Kurse für Lehrer:innen und Eltern aus dem Bezirk, Räume für das queere Bandprojekt der Leo-Kestenberg-Musikschule und so vieles mehr.

„Mit diesem Beschluss wollen wir auch ausdrücken, dass das Konzept nur ein erster Schritt ist und sich die BVV klar für ein queeres Jugendzentrums in Tempelhof-Schöneberg ausspricht“, hält Elias Joswich abschließend fest. Bis spätestens Ende des Jahres wollen die Grünen einen ersten Zwischenbericht zum Stand des Konzepts. Die Fertigstellung ist bis spätestens Juni 2023 angestrebt.