Tempelhof-Schöneberg braucht einen digitalen Regenbogen

Bildnachweis: commons.wikimedia CSD Berlin Pride 2021 Lucas Werkmeister
Bildnachweis: commons.wikimedia CSD Berlin Pride 2021 Lucas Werkmeister

Eine digitale Sammlung von Treffpunkten, Projekten und Initiativen sowie Beratungsangeboten für LSBTIQ* im Bezirk fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Tempelhof-Schöneberg. Das Bezirksamt soll diese auf seiner Webseite schnellstmöglich umsetzen, so die Grünen in ihrem Antrag an die nächste Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Auch vom Land finanzierte und geförderte Projekte sollen aufgeführt werden. Das zunächst zweisprachige Verzeichnis – in Deutsch und Englisch – soll aktiv vom Bezirksamt beworben werden.

„Tempelhof-Schöneberg versteht sich als der queere Bezirk Berlins. Diesem Anspruch sollten wir auch im digitalen Raum gerecht werden. Deshalb fordern wir das digitale Regenbogen-Verzeichnis“, erklärt Elias Joswich, queerpolitischer Sprecher der Grünen. Er erläutert weiter: „Unser Ziel ist es, dass LSBTIQ*-Personen alle im Bezirk verfügbaren Angebote auf einen Blick finden können. So erhöhen wir die Sichtbarkeit und senken gleichzeitig die Hemmschwelle an queeren Projekten teilzunehmen.“

Diese Auflistung sollte nach dem Willen der Grünen alle Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner:innen beinhalten – allerdings nur nach Absprache mit den Treffpunkten, Vereinen und Projekten. Darüber hinaus soll das Bezirksamt prüfen, in welchen weiteren Sprachen die Informationen veröffentlicht werden können. „Spezifische Angebote für geflüchtete LSBTIQ* sind ebenfalls aufzunehmen. Die digitale Liste sollte direkt von der Übersichtsseite der Hilfsangebote für ukrainische Geflüchtete verlinkt werden“, betont der queerpolitische Sprecher. Eine Übersetzung ins Ukrainische und Russische sei daher sinnvoll.