In Marienfelde und Lichtenrade: Jugendverkehrsschulen etablieren

Foto: Zander-Rade
Foto: Zander-Rade

Das Bezirksamt soll prüfen, welche Flächen in Marienfelde und in Lichtenrade sich für die Errichtung einer Jugendverkehrsschule eignen. Geprüft werden soll unter anderem die Fläche am zukünftigen Schulcampus Standort Marienfelde sowie Standorte in Lichtenrade. Das beantragen die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD in der nächsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

„Derzeit sind im Bezirk zwei Jugendverkehrsschulen in Schöneberg und Mariendorf in Betrieb. Dies hat seit Jahren eine Unterversorgung im Süden des Bezirks zur Folge“, erklärt Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der Grünen. Nur im geschützten Bereich, respektive in einer Jugendverkehrsschule, haben Schüler*innen die Möglichkeit, ohne Risiko für die Fahrradprüfung zu üben, aber auch sonst sich gefahrlos im Straßenverkehr auszuprobieren. Zander-Rade: „Dazu hatte der u.a. bereits bestehende, aber nicht mehr am Netz befindliche Verkehrsübungsplatz in der Grundschule am Dielingsgrund in der Vergangenheit einen wichtigen Betrag geleistet. Der Verlust dieses Platzes in Lichtenrade ist nach wie vor als Rückschlag zu bewerten, zumal sich der nächste Übungsplatz erst in Mariendorf befindet.“

Fußläufig oder niederschwellig ist der Verkehrsübungsplatz in der Friedenstraße weder von Marienfelde noch von Lichtenrade aus zu erreichen. Auch mit dem Fahrrad ist dieser Weg insbesondere für jüngere Schüler*innen durchaus eine Herausforderung. So muss der Focus erweitert werden und natürlich auch in Marienfelde und Lichtenrade nach geeigneten Flächen gesucht werden.

„Das Üben und der spätere sichere Umgang im Straßenverkehr bildet die Kinder zu sicheren Fußgänger*innen und Radfahrer*innen und damit zu sicheren Verkehrsteilnehmer*innen aus. Grundsätzlich können durch diese Maßnahmen auch sogenannte Elterntaxis reduziert werden“, sagt Zander-Rade.