Nach schwerem Unfall: Grüne und SPD fordern, die Verkehrssicherheit auf dem Innsbrucker Platz herzustellen

Foto: Wolfsturm
Foto: Wolfsturm

Die Aufstellung einer Behelfsampel als Sofortmaßnahme am Innsbrucker Platz auf dem Mittelstreifen des nördlichen Übergangs der Hauptstraße in westlicher Fahrtrichtung zur Wexstraße fordern auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen die beiden Fraktionen vom Grünen und SPD Tempelhof-Schöneberg für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in der kommenden Woche.

Außerdem soll sich das Bezirksamt auf Landesebene dafür einsetzen, dass die zweite Abbiegespur von der Platzmitte her in Richtung Bundesallee wegfällt und in Zusammenarbeit mit der Unfallkommission weitere Maßnahmen entsprechend des Mobilitätsgesetzes zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr als auch der zeitnahe Komplettumbau des Knotenpunktes Innsbrucker Platz geprüft werden.

„Hintergrund unseres Antrags ist ein schwerer Unfall, der sich am 19. Januar auf dem Innsbrucker Platz ereignet hat, bei dem eine Fußgängerin und eine Radfahrerin von einem Auto angefahren worden sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, erklärte Annabelle Wolfsturm, fußverkehrspolitische Sprecherin der Grünen.  Das Auto hatte die Wexstraße aus Richtung Bundesplatz kommend befahren, auf dem Platz gewendet und fuhr in Richtung Erfurter Straße zurück. An der Ampel Hauptstraße Ecke Wexstraße erfasste es die Fußgängerin und die Radfahrerin. Beide Frauen wurden schwer verletzt.

Wolfsturm: „Am Knotenpunkt Innsbrucker Platz sind regelmäßig viele Beinaheunfälle zu beobachten, die dadurch entstehen, dass von der Platzmitte kommende Fahrzeuge die Hauptstraße in Richtung Süden befahren und zu dieser Zeit wartenden Fahrzeugen ‚freie Fahrt‘ signalisiert wird, jedoch der Fuß- und Radverkehr in gleicher Richtung die Fahrbahn noch nicht vollständig räumen konnte.“

Astrid Bialluch-Liu, fahrradpolitische Sprecherin der Grünen: „Deshalb fordern wir als Sofortmaßnahme eine Behelfsampel, aber auch die weiteren Maßnahmen. Denn entsprechend Paragraph 21 des Mobilitätsgesetzes ist nach schweren Unfällen seitens der zuständigen Verwaltung auf Landesebene zu prüfen, ob kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen umgesetzt werden können. Wir wollen mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrende.“

Der BVV soll bis zur April-Sitzung ein Zwischenstand gegeben werden.