Schutz vor Mikroplastik im Gehirn

Foto: GRÜNE Fraktion TS via KI

Leicht verständliche Informationen, um die Aufnahme von Mikro- und Nanoplastik mit Atemluft und Ernährung zu vermeiden, will die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für die Bürger*innen in Tempelhof-Schöneberg erreichen. Das Bezirksamt soll die Informationen auch über die bestehenden Präventions- und Gesundheitsangebote des Bezirks breit streuen, beantragen die GRÜNEN in der nächsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Ingeborg Hofer-Hutter, Sprecherin für Gesundheitspolitik der GRÜNEN: „Mikroplastik ist überall im menschlichen Gewebe nachgewiesen worden. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Mikroplastik vor allem im menschlichen Gehirn anreichert, bei Kindern sogar noch mehr als bei Erwachsenen. Deshalb sollen besonders die Eltern kleiner Kinder aufgeklärt werden.“

Bekannt ist in Fachkreisen ebenfalls, dass diese Partikel schwelende Entzündungen begünstigen. Diskutiert wird auch, ob „Plastik im Gehirn“ zur Entwicklung von Demenz beiträgt, betont die Gesundheitspolitikerin. Im Jahr 2025 gab es weltweit rund 5.000 Studien zu Mikroplastik im Bereich der Medizin. Hofer Hutter: „Das Thema ist virulent, die Gefahr aber wenig bekannt. Wir gefährden unsere Gesundheit und die unserer Kinder und wissen es nicht einmal. Deshalb ist Aufklärung und Prävention wichtig.“

„Dabei könnten wir uns teilweise recht einfach schützen“, sagt Hofer-Hutter und fügt hinzu: „Holz- statt Plastikschneidebretter, häufigeres Staubsaugen in Kleinkinderhaushalten, Leitungswasser statt Plastikflaschenwasser und vieles mehr sind dafür einfache Mittel“.

Es ist nach Ansicht der GRÜNEN notwendig, dass Eltern und Kinder, Alte und Junge befähigt werden, sich selbst zu schützen. Hofer-Hutter: „Wir fordern das Gesundheitsamt und die Organisationseinheit für Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes (QPK) auf, genau dies zu tun.“.

Bis zur Juli-Sitzung soll das Bezirksamt der BVV berichten.