
Mit einer Großen Anfrage in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg wollen Bündnis 90/Die Grünen klären, wie das Bezirksamt auf die zunehmende Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners reagiert. Gefragt wird auch nach der Zusammenarbeit der beteiligten Fachämter und nach der Unterstützung durch das Land Berlin in dieser Frage.
Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Ingeborg Hofer-Hutter: „Der Eichenprozessionsspinner ist längst zu einer Herausforderung für ganz Berlin geworden. Umso wichtiger ist es, dass wir Klarheit über Zuständigkeiten, Zusammenarbeit und Ressourcen erhalten.“
Tempelhof-Schöneberg steht im berlinweiten Vergleich derzeit noch vergleichsweise gut da. Gleichzeitig zeigen die Entwicklungen in vielen anderen Bezirken, dass die Herausforderungen die Handlungsmöglichkeiten der Bezirke zunehmend übersteigen.
„Der Schutz der Bevölkerung vor den Gesundheitsgefahren des Eichenprozessionsspinners darf nicht von der finanziellen und personellen Ausstattung oder der jeweiligen Strategie einzelner Bezirke abhängen. Wir brauchen eine berlinweit abgestimmte Strategie, verlässliche Koordination und eine auskömmliche Finanzierung durch das Land Berlin“, so Hofer-Hutter weiter.
Die Große Anfrage soll dazu beitragen, den tatsächlichen Handlungsbedarf auf Bezirks- und Landesebene transparent zu machen.