Für eine lebendige City West auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten

Foto: von Boxberg
Foto: von Boxberg

Erdgeschosszonen, in denen ein Mix von Gewerbe, Gastronomie und Kultur auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten eine lebendige Innenstadt garantiert, dazu bezahlbaren Wohnraum, mehr Grünflächen, eine Verkehrsstruktur, die auch den Bedürfnissen der Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gerecht wird: So wünschen sich die Tempelhof-Schöneberger Grünen die anstehende Neugestaltung der City West. Die Konsultationen über den Zwischenstand der Planung sind zwar am 20. Juni 2021 abgeschlossen, aber auch darüber hinaus sollte ein reger Diskussionsprozess in der Stadtgesellschaft und der Bezirksverordnetenversammlung stattfinden und die frühzeitige Bürgerbeteiligung bei laufenden Planungen und einzelnen Projekten gesichert sein. Dafür soll sich das Bezirksamt bei den zuständigen Stellen einsetzen, heißt es in dem Antrag, den die grüne Fraktion jetzt in die Bezirksverordnetenversammlung einbringt.

Insbesondere steht nach Auffassung der Grünen ein Rückbau der überdimensionierten Straßenzüge der Lietzenburger Straße, An der Urania und Teile der Kurfüstenstraße auf dem Programm. Außerdem sollte die Verkehrsführung am Nollendorfplatz ebenfalls zeitnah zurückgebaut werden. Die bei diesen Maßnahmen gewonnenen Flächen könnten zur Aufwertung des öffentlichen Raumes und somit als Plätze der Begegnung genutzt werden. Schließlich sei bei allen Maßnahmen auch auf die Klimafreundlichkeit zu achten.

Der grüne Bezirksverordnete Ralf Kühne, stadtentwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion: „Es hat in den vergangenen Jahren bei der Weiterentwicklung des Entwicklungskonzeptes für die City West begrüßenswerte Fortschritte gegeben. Dennoch gibt es zwischen Wittenberg- und Nollendorfplatz nach wie vor erhebliche städtebauliche Defizite, die wir in den kommenden Jahren beseitigen müssen.“