GRÜNE wollen Kooperation zwischen Wohnungsgesellschaften und den Bibliotheken auf den Weg bringen

Foto: GRÜNE Fraktion TS

Davon profitieren alle: In vielen Bezirken kooperieren die städtischen Wohnungsgesellschaften mit den bezirklichen Bibliotheken. So übernimmt eine Wohnungsgesellschaft für ihre Mieter*innen in einer großen Wohnanlage für ein Jahr die Gebühren für den Bibliotheksausweis. Das sollte nach Ansicht der GRÜNEN Fraktion auch in Tempelhof-Schöneberg möglich sein. In einem Antrag in der nächsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV) fordert sie das Bezirksamt auf zu prüfen, ob solche Kooperationen auch hier möglich sind.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Bertram von Boxberg, der auch kulturpolitischer Sprecher ist: „Warum sollen solche Kooperationen, die bereits in anderen Bezirken erfolgreich praktiziert werden, nicht auch in Tempelhof-Schöneberg möglich sein? Wohnungsgesellschaften mit ihren teilweise großen Wohnanlagen und Bibliotheken sind ideale Kooperationspartner“, so der grüne Kulturpolitiker. „So gibt es in Mitte eine Kooperation zwischen der Schiller-Bibliothek und der Gesobau, die soziokulturelle Projekte der Bibliothek unterstützt.“

Berliner Bibliotheken bieten weit mehr als nur den klassischen Buchverleih. Über den Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) hat man mit einem einzigen Ausweis Zugriff auf über 80 Standorte und Millionen von Medien. Zentrale Angebote und Services umfassen neben Büchern auch Filme, Musik, Hörbücher und Spiele. Das digitale Angebot beinhaltet E-Books (Onleihe), Streaming von Filmen und Musik sowie den Zugriff auf internationale Tageszeitungen via Genios. Konzepte wie „Bib to go“ bieten Themenkisten zum Mitnehmen für Gruppen und Familien an. Aber auch Bügeleisen, Bohrer oder andere Dinge kann man in den Bibliotheken ausleihen. Viele Standorte bieten kostenloses WLAN, PC-Arbeitsplätze und ruhige Lernbereiche an.

„Regelmäßige Lesungen, Diskussionsrunden, Sprachcafés und Workshops, wie z.B. Bastelgruppen oder Anime-Treffs, fördern den kulturellen Austausch“, erklärt Bertram von Boxberg. „Solche Kooperationen sollten deshalb auch in Tempelhof-Schöneberg möglich sein. Sie sind zudem ein gutes Mittel, um neue Nutzer*innen für die Bibliotheken zu gewinnen.“