
Wohnungsnot und bezahlbare Mieten sind in Berlin ein Dauerthema. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Tempelhof-Schöneberg will deshalb den Kauf des Gebäudes und des freien Grundstücks der ehemaligen Silas-Kirchengemeinde durch das Land Berlin prüfen lassen. Dafür soll sich das Bezirksamt bei den zuständigen Stellen einsetzen, beantragen die Grünen in der nächsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Grünen-Fraktionsvorsitzender Bertram von Boxberg, der auch Sprecher für Mietenpolitik ist, betont: „Das freie Grundstück bietet die Möglichkeit der Entwicklung durch eine städtische Wohnungsgesellschaft, um dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“
Die evangelische Königin-Luise-Gedächtnis-Kirchengemeinde und die Silas-Kirchengemeinde wurden im Jahr 2001 fusioniert. Die Silas-Kirche soll entwidmet werden. Die Kirchengemeinde beabsichtigt, das Gebäude der ehemals eigenständigen Silas-Gemeinde an der Großgörschenstraße 10 und ein daran anschließendes unbebautes Grundstück zu veräußern, ein erstes Interessenbekundungsverfahren hat bereits stattgefunden.
„Der Bezirk könnte zudem das leerstehende Gebäude mit seinem großen Saal für kulturelle Zwecke oder Jugendarbeit nutzen. Denn auch hier sind die Ressourcen im Bezirk knapp“, erklärt Bertram von Boxberg. Der Grünen-Politiker sieht hier echte Chancen für diese doppelte Nutzung. Von Boxberg: „Deshalb sollte das Land Berlin die kirchliche Immobilie für soziale und gemeinschaftliche Belange durch einen Kauf sichern!“