Mehr Chancengerechtigkeit im Bezirk: Mascha-Kaléko-Schule soll Gemeinschaftsschule werden

Foto: GRÜNE Fraktion TS

Die Mascha-Kaléko-Schule soll in eine Gemeinschaftsschule entwickelt werden. Das beantragt gemeinsam die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit der SPD- und der LINKEN-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg (BVV) auf Initiative der Grünen-Fraktion.

Mit dem Antrag wird die Entwicklung genau dieses Schulstandorts aufgegriffen, zu dem bereits 2013, damals noch unter dem Namen Ludwig-Heck-Schule, ein Beschluss der BVV gefasst wurde. Ziel ist es, die Schule dauerhaft in eine Gemeinschaftsschule weiterzuentwickeln und damit ein durchgängiges Bildungsangebot über die Grundschule hinaus zu ermöglichen. So hat sich auch die Schulkonferenz der Mascha-Kaléko-Schule am 5. Januar 2026 ausdrücklich für die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule ausgesprochen.

„Gemeinschaftsschulen sind ein zentraler Baustein für mehr Chancengerechtigkeit. Sie ermöglichen längeres gemeinsames Lernen und schaffen stabile Bildungswege für Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen“, erklärt Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der Grünen in der BVV Tempelhof-Schöneberg.

Der Antrag ersucht das Bezirksamt ferner, die Weiterentwicklung der Schule in enger Zusammenarbeit mit der Schulgemeinschaft sowie weiteren relevanten Akteur*innen stärker im Sozialraum zu verankern. Ein Schwerpunkt liegt auf inklusiver Bildung und der Gestaltung verlässlicher Übergänge. Die Gemeinschaftsschule ermöglicht es, Schüler*innen mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten und Lernprozesse individuell zu begleiten. Gleichzeitig können Übergänge von der Grundschule in die Sekundarstufe sowie in Ausbildung oder weiterführende Bildungsgänge kontinuierlich und ohne Brüche gestaltet werden.

„Gerade für inklusive Bildung und für gelingende Übergänge ist die Gemeinschaftsschule das geeignete Modell. Sie vermeidet frühe Auslese und stärkt individuelle Förderung über längere Zeit hinweg“, so Zander-Rade.

Zudem möge sich das Bezirksamt bei der zuständigen Senatsverwaltung für die notwendigen qualitativen und strukturellen Voraussetzungen einsetzen. Dazu gehören evidenzbasierte Unterrichtskonzepte, eine angemessene personelle Ausstattung und multiprofessionelle Teams. „Die Entwicklung der Mascha-Kaléko-Schule ist eine große Chance für die Kinder am Standort und für eine nachhaltige Schulentwicklung im Bezirk“, betont Zander-Rade.

Das Bezirksamt soll dem Schulausschuss vierteljährlich über den Stand der Planungen berichten, erstmals nach den Osterferien 2026.