Ein Platz für alle: Mit mehr Grün und Sitzbänken wird der John-F.-Kennedy-Platz lebenswerter

Foto: Meißner

Die Neugestaltung des John-F.-Kennedy-Platzes nimmt Fahrt auf und das mit konkreten Maßnahmen, die schon kurzfristig Verbesserungen für die Menschen vor Ort bringen. Wir als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen freuen uns, dass die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg nun eine Beschlussempfehlung verabschiedet hat, die echte Fortschritte ermöglicht: mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit.

Was ist konkret geplant?

Die nun beschlossenen Maßnahmen greifen wichtige Vorschläge auf, die unter Federführung unserer grünen Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Bürger*innen und Expert*innen sowie der Universität Weimar entwickelt wurden. Sie beinhalten unter anderem:

  • Neue Bäume und mehr Grün: Alte, leere Hochbeete werden entfernt, neue Bäume gepflanzt. Langfristig soll die historische Baumstruktur des Platzes wiederhergestellt werden.
  • Ein barrierefreier Zugang zum Rathaus: Ein neuer, ebener Weg führt künftig direkt zum Hauptportal des Rathauses. Der Eingangsbereich wird autofrei, erhält Sitzbänke, Pflanzschalen und Mülleimer. So wird der zentrale Platz erstmals wirklich einladend, auch für mobilitätseingeschränkte Menschen.
  • Bessere Nutzung der Flächen: Die südliche Fläche bleibt weiterhin für den Wochenmarkt erhalten, Konflikte mit parkenden Autos sollen durch neue technische Lösungen, wie umlegbare Poller, verhindert werden.
  • Raum für Gemeinwohlinitiativen: Der Verein „Nachbarschaftsbrot e.V.” bekommt die Möglichkeit, sein Konzept für nachbarschaftliche Begegnung auf dem südlichen Gehweg an der Freiherr-vom-Stein-Straße umzusetzen.

Ein gemeinsamer Kompromiss mit Fortschritten für alle

Diese Maßnahmen sind ein sichtbares Zeichen: Politik kann gemeinsam gelingen. Als Zählgemeinschaft aus Grünen, SPD und LINKE haben wir diesen Vorschlag gemeinsam erarbeitet. Im Anschluss wurde in konstruktiven Gesprächen auch mit der CDU ein Kompromiss gefunden, der den unterschiedlichen Interessen Rechnung trägt.

Natürlich hätten wir uns eine noch mutigere Umgestaltung gewünscht, etwa mit einer deutlicheren Reduzierung der Stellflächen zugunsten von Grün und Aufenthalt. Doch im Rahmen der finanziellen und politischen Möglichkeiten ist es gelungen, eine Zwischenlösung zu finden, die die Qualität des Platzes schon jetzt deutlich verbessert.

Nächste Schritte: Perspektive für eine vollständige Neugestaltung

Die grundsätzliche Sanierung und Umgestaltung des gesamten Rathausumfeldes ist längst Beschlusslage der BVV und bleibt unser Ziel. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind ein erster Baustein mit einem klaren Auftrag an das Bezirksamt, weiter an der Umsetzung einer langfristigen Gesamtplanung zu arbeiten und Fördermittel einzuwerben.

Was haben die Bürger*innen davon?

Ganz konkret:

  • Wer auf dem Platz verweilt, bekommt mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Schatten, mehr Grün.
  • Der Wochenmarkt bleibt erhalten und wird besser organisiert.
  • Nachbarschaftliches Engagement findet Raum und Unterstützung.
  • Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollen künftig barrierefrei das Rathaus erreichen können.

Unser Fazit: Der John-F.-Kennedy-Platz ist seit Jahren ein Sorgenkind in unserem Bezirk und gleichzeitig ein Ort mit großem Potenzial. Mit dieser Beschlussempfehlung haben wir einen wichtigen Schritt getan, um ihn lebenswerter, grüner und zugänglicher zu gestalten.

Schade ist nur, dass die CDU-Fraktion diese gemeinsame Leistung in ihrer jüngsten Presseerklärung als Alleingang darstellt. Dabei war sie, wie alle demokratischen Fraktionen, vollständig in die Verhandlungen eingebunden. Der jetzt gefundene Kompromiss ist Ergebnis intensiver Gespräche, nicht parteipolitischer Einzelinitiativen.

Gerade weil gute Politik aus Zusammenarbeit besteht, hätten wir eine ehrlichere Kommunikation erwartet. Trotzdem überwiegt für uns die Freude über die Verbesserungen, die nun auf den Weg gebracht sind. Denn letztlich zählt, was bei den Menschen im Bezirk ankommt und da bringt dieser Kompromiss spürbare Fortschritte.