Projekt Brillenboxen auch für Tempelhof-Schöneberg

Foto: Meissner

Für die Aufstellung von sogenannten „Brillenboxen“ setzt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit einem Prüfantrag an das Bezirksamt in der kommenden Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ein. Grünen-Bezirksverordneter Dr. Christopher Peter: „Die Brillenbox ist ein gutes Beispiel dafür, wie man nachhaltiges Wirtschaften im Alltag gemeinwohlorientiert umsetzen kann. Indem der Bezirk Tempelhof-Schöneberg das Projekt unterstützt, kann er dazu beitragen, dass einerseits wertvolle Ressourcen recycelt und andererseits Menschen weltweit unterstützt werden, denen der Zugang an Sehhilfen fehlt.“

Die Grünen orientieren sich dabei am Beispiel des Nachbarbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, wo das Projekt Brillenbox bereits erfolgreich läuft. Auch in einigen anderen Berliner Bezirken war die Brillenbox bereits „on tour“. Das Projekt ist eine Kooperation des „Netzwerks für Bildung und Soziales GmbH“ (NSB) mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Christopher Peter erklärt; wie das funktioniert: „An festgelegten Orten und Einrichtungen in Charlottenburg-Wilmersdorf sammelt der Projektträger nicht mehr benötigte Sehhilfen in Brillenboxen. Alle in den Brillenboxen gesammelten Sehhilfen werden einmal im Jahr vom NBS an die Initiative „Brillen Weltweit“ gesendet – einer Initiative des Deutschen Katholischen Blindenwerks e.V.“ Die Brillen werden kostenlos an weltweit tätige Hilfsorganisationen weitergegeben. „So können die Brillen ausgemessen, bearbeitet und gut angepasst an Menschen ausgegeben werden, die sich keine Sehhilfe leisten können“, betont der Grünen-Politiker.

Außerdem soll das Bezirksamt in dafür geeigneten Einrichtungen, insbesondere in den Nachbarschaftszentren, den Bibliotheken und der Volkshochschule, über das Projekt informieren und der BVV bis zur Juni-Sitzung berichten.

Mehr Infos unter: https://brillenweltweit.de/