Geschäftsleute am Tempelhofer Damm brauchen ein Baustellenmarketing

Foto: Zander-Rade
Foto: Zander-Rade

Baustellen sind meist zwar unvermeidbar, aber für die Anwohner*innen in der Regel mit Unbequemlichkeiten, für ortsansässige Unternehmen oft mit erheblichen Umsatzeinbußen oder gar Verlusten verbunden. Das lässt viele Geschäftsleute vom Tempelhofer Damm sorgenvoll auf das kommende Jahr sehen. Ab dann wird im Auftrag der Berliner Wasserbetriebe dort gebaut – und das Jahre lang. Ein Baustellenmarketing soll den betroffenen Firmen helfen, die zu erwartenden Einbußen so gut als möglich abzufedern. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg soll sich bei den Wasserbetrieben und den zuständigen Senatsverwaltungen für die Einsetzung eines solchen Marketings stark machen, fordern die Grünen in einem Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung.

Zu den Aufgaben eines solchen Marketings würde unter anderem gehören, den von der Baustelle betroffenen Firmen Hilfestellung zu leisten, wenn die die ihnen zustehenden Fördermittel und Ausgleichszahlungen beantragen. Außerdem könnte das Baustellenmarketing spezielle Werbeaktionen auf die Beine stellen, mit Informationsveranstaltungen und Führungen Anwohner*innen und Besucher*innen in der Praxis beweisen, dass Baustellen auch ihre interessanten Seiten haben. In etlichen anderen Städten hat man mit Baustellenmarketing bereits positive Erfahrungen machen können.

Rainer Penk, wirtschaftspolitischer Sprecher und Vorsitzender der grünen BVV-Fraktion: „Die anstehenden Bauarbeiten werden sich massiv auf das Stadtbild und erwartungsgemäß negativ auf die Umsätze der dortigen Unternehmen auswirken. Schon unter normalen Umständen wäre ein Baustellenmarketing da eine sinnvolle Sache. Aber wenn diese Baustelle beginnt, werden die dortigen Geschäfte bereits wegen Pandemie und Lockdown zwei harte, verlustreiche Jahre hinter sich haben. Das macht ein solches Baustellenmarketing für viele nicht einfach zu einer sinnvollen Maßnahme, sondern zu einer für das Überleben des Geschäftes notwendigen Stütze.“