Gemeinschaftsschulen sind eigenständige Schularten und brauchen eine eigene Kennung

Foto: Runkel
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Tempelhof-Schöneberger Eltern eines demnächst schulpflichtigen Kindes suchen auf den Internetseiten der Verwaltung nach einer Gemeinschaftsschule, werden aber womöglich nicht so einfach fündig. Denn auch die Friedenauer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe ist auf den Verwaltungsseiten nicht direkt als solche erkennbar und könnte sogar für eine reine Integrierte Sekundarschule, eine ISS, gehalten werden. Sogar in Statistiken werden die Gemeinschaftsschulen mit den Sekundarschulen verglichen. Das darf so nicht sein, findet die grüne Fraktion in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung und fordert in einem BVV-Antrag das Bezirksamt auf, deshalb bei der Senatsverwaltung aktiv zu werden.

Das Problem: Jede Schulart hat eine eigene Kennung, so dass sofort ersichtlich ist, ob es sich um eine Grundschule (G), eine ISS (K), ein Gymnasium (Y), eine Privat- (P) oder andere Schule handelt. Einzig und allein die Gemeinschaftsschulen haben keine eigene Kennung und laufen unter dem Kürzel „K“ wie eben die Integrierten Sekundarschulen. Die Forderung der Grünen: Auch für die Gemeinschaftsschulen muss eine eigene Kennung her.

Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Die Gemeinschaftsschule ist weder eine Grundschule noch eine Integrierte Sekundarschule, sondern ein eigenständiger Schultyp. So muss sie auch mit einer eigenen Kennung ausgewiesen werden.“