Ein Spielplatz auch für regnerische Zeiten

Foto: Bialluch-Liu
Foto: Bialluch-Liu

Ein Ort zum Spielen und Lernen, der dazu noch als Versickerungsfläche das Stadtklima verbessert: Das ist das „Biberland“ in Hamburg. Nach diesem Vorbild wünschen sich die Grünen auch für Tempelhof-Schöneberg im Rahmen eines Modellprojektes einen solchen „Regenspielplatz“. Entweder sollte ein bereits vorhandener Spielplatz umgestaltet oder gleich ein neuer errichtet werden. Einen entsprechenden Antrag hat die grüne Fraktion jetzt in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht.

So funktioniert das Hamburger „Biberland“: Bei starken Regenfällen wird das überschüssige Wasser zusammen mit dem Dachwasser der umliegenden Gebäude in einem künstlichen „Bachbett“ gesammelt, versickert allmählich und gelangt so in einen geschlossenen Wasserkreislauf. Das ist gut für das Mikroklima in der Umgebung. Dazu haben die Kinder mit dem Bachlauf eine zusätzliche Spielfläche, an der sie zum Beispiel auch lernen, wie man mit einer Archimedischen Schraube Wasser fördert. In Tempelhof-Schöneberg sollten darüber hinaus Informationstafeln darüber aufklären, wie Regen, Versickerung, Grundwasserbildung und Klima zusammenhängen.

Astrid Bialluch-Liu, umweltpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Durch den Klimawandel haben wir zwar weniger Regenfälle, aber wenn es regnet, ist es immer öfter Starkregen, für den es wiederum in der Stadt nicht genügend Versickerungsflächen gibt. Da trägt ein Regenspielplatz zur Abhilfe bei. Gleichzeitig hat er einen besonderen pädagogischen Wert. Schließlich werden die Kinder dort nicht einfach nur mit dem Wasser spielen, sondern dabei auch lernen, dass Wasser ein kostbares Element ist, das nicht immer zur Verfügung steht, mit dem man sorgsam umgehen muss.“