Bezirksverordnete stehen an der Seite der Jüdischen Gemeinde

Foto: Common License (CC BY-SA 4.0)
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Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg steht fest an der Seite der Jüdischen Gemeinde. Das Kommunalparlament wird alles dafür tun, die Vielfalt des Bezirkes zu erhalten. In Tempelhof-Schöneberg müssen alle Religionen und Glaubensrichtungen ungestört gelebt werden können und es darf keinen Platz für Antisemitismus geben. Das ist die Kernaussage der Willensbekundung, die die BVV jetzt auf Antrag der bündnisgrünen Fraktion abgab.

Trauriger aktueller Anlass: Ein Jahr nach den antisemitisch-rassistischen Morden von Halle, fast zeitgleich mit dem Angriff auf einen jüdischen Studenten in Hamburg, haben noch unbekannte Täter die Synagoge in der Passauer Straße mit Hakenkreuzen beschmiert.

Der bündnisgrüne Bezirksverordnete Bertram von Boxberg: „Auch wenn in den meisten dieser Fälle die Täter noch einzeln oder in kleinen Gruppen handeln, sind es längst keine Einzelfälle. Denn die Täter haben sich radikalisiert und ermutigt gefühlt durch ein Umfeld, in dem antisemitische Hetze ignoriert oder sogar mit Beifall bedacht wird. Darum müssen wir immer wieder klarmachen: Gegenüber Antisemitismus in Worten oder Taten gibt es keinerlei Toleranz.“