Bezirk soll Starthilfe für ein Transfairkaufhaus leisten

Bild von Th G auf Pixabay
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Ein Kaufhaus, das Menschen mit psychischer Beeinträchtigung eine sinnvolle Arbeit bietet, das wünschen sich Grüne und SPD für Tempelhof-Schöneberg. In einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung fordern die Fraktionen der beiden Parteien: Das Bezirksamt soll prüfen, wie ein solches Kaufhaus im Bezirk betrieben, wie es am besten unterstützt werden kann.

Ein solches Transfairkaufhaus hätte dann zum Beispiel als Spenden abgelieferte Gebrauchsgegenstände in seinem Sortiment und könnte Produkte aus den Behindertenwerkstätten anbieten. Verantwortlich für die Einrichtung wären ein oder mehrere Träger der ambulanten psychiatrischen Versorgung. Sieben solcher Träger sind in Tempelhof-Schöneberg aktiv, haben sich zur „Qualitätsgemeinschaft Betreute Arbeit“ zusammengeschlossen.

Aferdita Suka, gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Beschäftigungsangebote für Menschen mit psychischen Beeinträchtigen sind vielfach lediglich auch noch zeitlich befristete Modellprojekte. Das Transfairkaufhaus, das uns vorschwebt, wäre eine ständige Einrichtung, in der sich die Beschäftigten in den unterschiedlichsten Fertigkeiten üben, wo sie ihr Durchhaltevermögen trainieren und dauerhaft Verantwortung übernehmen. Das bietet ihnen die Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“