Schwimmunterricht in den Sommerferien und auch danach!

Foto: Bialluch-Liu
Foto: Bialluch-Liu

Die Schüler*innen der dritten Klassen müssen die Möglichkeit erhalten, den wegen der Corona-Bestimmungen ausgefallenen Schwimmunterricht in den anstehenden Sommerferien und auch darüber nach der Versetzung in die vierte Klasse nachzuholen. Dafür soll sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg bei der zuständigen Senatsverwaltung und den Bäderbetrieben einsetzen. So heißt es in einem Dringlichkeitsantrag, den die Fraktion der Grünen initiiert hat und nun gemeinsam mit der CDU in die Bezirksverordnetenversammlung einbringt.

Nach Auffassung von Grünen und CDU sollte der Unterricht in den Hallenbädern stattfinden, die dafür natürlich in Konzept in Bezug auf die in Frage kommenden Zeiten, die Größen der Gruppen, Aufsicht und Lehrpersonal benötigen. Außerdem sollte die bereits bestehende Kooperation mit den Schwimmvereinen bzw. dem Berliner Schwimmverband intensiviert werden. Ein mögliches Vorbild für den Ferien-Schwimmunterricht könnte das Konzept der so genannten Sommerschulen sein.

Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Der Schwimmunterricht ist nun ein viertel Jahr lang ausgefallen, ausgerechnet in der Zeit, in der Kinder erfahrungsgemäß die größten Fortschritte erzielen. Dabei sollen nach dem Rahmenplan alle Kinder schwimmen lernen, möglichst das Schwimmabzeichen in Bronze erwerben. Dafür müssen nun nicht nur theoretische und praktische Prüfungen nachgeholt werden, dafür müssen die Kinder das bereits Erlernte auffrischen können, müssen sie vor allem üben können. Mit ein paar Stunden im Freibad ist es nicht getan. Wenn das Versäumte nicht angemessen nachgeholt wird, erzeugen wir eine Generation von Nichtschwimmern.“

Im Abgeordnetenhaus hat der Senat mitgeteilt, dass sechs Bäder in ganz Berlin, darunter das Kombibad Mariendorf im Ankogelweg, in den Sommerferien für das Schulschwimmen zur Verfügung stehen sollen. Ein konkretes Konzept fehlt bisher aber. Zander-Rade: „Was vom Senat bisher auf dem Tisch liegt, wird den Erfordernissen des Schwimmunterrichts so nicht gerecht.“