Runder Tisch für die Senior*innenheime

Foto: Zander-Rade
Foto: Zander-Rade

Die allgemeinen coronabedingten Pandemie-Bestimmungen werden zwar nach und nach gelockert, doch die Menschen in den Senior*innenheimen und in den Pflegeeinrichtungen werden als besonders gefährdete Risikogruppe vermutlich noch länger im Ausnahmezustand leben müssen: Besuche von Angehörigen sind in der Regel nur einmal in der Woche möglich, dann auch nur für 30 bis 60 Minuten erlaubt, Plexiglasscheiben verhindern jede herzliche Berührung, jede Umarmung. Wie kann man die Situation der Menschen in den Tempelhof-Schöneberger Senior*innenheimen und Pflegeeinrichtungen verbessern? Um dafür Lösungen zu finden, soll das Bezirksamt einen Runden Tisch von Betreiber*innen und Verwaltung organisieren. Das fordert die grüne Fraktion einem Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung.

Vor allem für Menschen mit Demenz ist die körperliche Nähe zu ihren Angehörigen besonders wichtig. Vielfach sind es das auch die Verwandten, die sich bei den Heimbewohner*innen um Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme kümmern, da die Personalkapazitäten nicht ausreichen. Die Einschränkung der Verwandtenbesuche würde deshalb noch über die Pandemiezeit hinaus zu einer Verschlechterung des Gesundheits- und Gemütszustandes der Menschen in den Pflegeeinrichtungen führen, fürchtet deshalb die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.

Aferdita Suka, sozialpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Wir brauchen Konzepte, um den Menschen in den Heimen auch wieder körperliche Nähe zu ihren Angehörigen zu ermöglichen. Außerdem sollte sich das Bezirksamt dafür einsetzen, dass alle Angehörigen und sonstigen Kontaktpersonen zu Besuchszwecken auf eine mögliche Corona-Infektion getestet werden können.“