Pandemieregelung darf nicht zu dauerhaften Bibliotheksschließungen führen

Foto: von Boxberg
Foto: von Boxberg

So notwendig die vorübergehende Schließung der Bibliotheken wegen Corona auch gewesen ist, so dürften die Pandemieregelungen nicht dazu führen, dass einzelne Einrichtungen nun auf Dauer geschlossen blieben. Deshalb fordern die Grünen in einem Antrag an die Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung: Bis zum August soll das Bezirksamt ein Konzept vorstellen, wie auch die Gertrud-Kolmar- und die Thomas-Dehler-Bibliothek wieder aufnehmen können.

Dass die anderen Bibliotheken des Bezirks ab 15. Juni unter Beachtung der Hygieneregeln wieder Besucher*innen empfangen können, wird von den Grünen ausdrücklich begrüßt. Aber auch die Wiedereröffnung der Gertrud-Kolmar-Bibliothek im Schöneberger Norden ist für die Grünen unerlässlich. Wegen der Hygieneregeln könne der Bücherbus gegenwärtig nicht eingesetzt werden, böte auch keinen dauerhaften gleichwertigen Ersatz. Für die Thomas-Dehler-Bibliothek unterdessen, so beklagen die Grünen, gebe es momentan nicht einmal eine Konzeption und eine Perspektive für die Wiedereröffnung.

Tatsache ist: Die Zukunft beider Bibliotheken wurde in der Vergangenheit immer wieder von verschiedenen Kommunalpolitiker*innen infrage gestellt. Der grüne Bezirksverordnete Bertram von Boxberg, Vorsitzender des Kulturausschusses des BVV: „Nur mit einer klaren Konzeption und einer Zeitperspektive für die Wiedereröffnung können die Verantwortlichen den entstehenden Eindruck widerlegen, dass hier unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung zwei angeblich unrentable Bibliotheken auf Dauer geschlossen bleiben sollen.“