Gesundheitsamt auf Dauer „pandemiefest“ machen

Foto: Suka
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Trotz eines unermüdlichen Einsatzes der Beschäftigten: Viele Standardaufgaben des Gesundheitsamtes blieben im coronabedingten Notbetrieb unerledigt, etwa Ersthausbesuche, Einschulungs- oder zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Deshalb fordern die Grünen in einem von CDU und SPD unterstützten Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg: Das Bezirksamt soll sich gegenüber dem Senat dafür einsetzen, die Zielvorgaben für ein so genanntes Mustergesundheitsamt den neuen Erfordernissen anzupassen. Die Herausforderungen durch die Coronakrise würden noch lange Zeit bestehen bleiben. Deshalb müsse der öffentliche Gesundheitsdienst so gestaltet werden, dass er auch in angespannten Pandemiezeiten seinen Kern- als auch allen Zusatzaufgaben gerecht werden kann.

Die grüne Bezirksverordnete Aferdita Suka: „Im Wesentlichen geht es um die Personalsituation im öffentlichen Gesundheitsdienst. Schon vor Corona mussten zu viele Aufgaben von zu wenig Personal erledigt werden. Wir haben in den Gesundheitsämtern einen akuten Fachkräftemangel. Wenn wir den überwinden wollen, müssen wir den Beschäftigen aber auch eine Bezahlung bieten, die attraktiver als die bisherige und mit den Gehältern im privatwirtschaftlichen Gesundheitssektor zumindest ansatzweise vergleichbar ist.“