Der Regenbogen muss im Kiez auch sichtbar sein

Foto: Bertram von Boxberg
Foto: Bertram von Boxberg

Seit über hundert Jahren ist der Schöneberger Norden Wahlheimat von Schwulen und Lesben, Zentrum einer vielfältigen LGBTI-Szene, seit Jahrzehnten ist das Viertel rund um Motz-, Nollendorf-, Eisenacher Straße und Fuggerstraße unter dem Namen Regenbogenkiez auch international ein Begriff für Offenheit und Toleranz. Nur: Ein optisches Erkennungsmerkmal gibt es dafür aber außer der regenbogenfarbenen Lichtinstallation an der Kuppel des U-Bahnhofes Nollendorfplatz nicht. Das wollen die Tempelhof-Schöneberger Grünen ändern und stellen einen entsprechenden Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung. Der Regenbogen müsse auch im Kiez klar sichtbar sein.

Deshalb solle das Bezirksamt interessierten Initiativen die Möglichkeit geben, die im Kiez stehenden Sitzbänke nach konkreter Absprache in Regenbogenfarben zu gestalten. Der grüne Bezirksverordnete Bertram von Boxberg: „Das Interesse daran ist jedenfalls vorhanden. Da könnten schon bald die ersten Regenbogenbänke ein sichtbares Zeichen für Toleranz und Vielfalt setzen, die Identifikation von Anwohner*innen, ortsansässigen Geschäftsleuten und Gastronomen und Besucher*innen mit ihrem Regenbogen-Kiez stärken.“