Auf temporären Radfahrstreifen sicherer durch Corona-Zeiten

Foto: Bialluch-Liu
Foto: Bialluch-Liu

Die Corona-Infektion hat auch den Berliner Straßenverkehr drastisch verändert: Wer in Bus oder Bahn die Infektionsgefahr fürchtet, steigt aufs Fahrrad um. Nur: Sind die mitunter eng bemessenen, vom Autoverkehr kaum abgeschirmten Radwege bei der gestiegenen Nutzung auch wirklich immer sicher? Nicht sicher genug, meinen die Fraktion der Grünen in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung und die für den Verkehr zuständige grüne Stadträtin Christiane Heiß. Als Pilotprojekt unter Federführung der Senatsverwaltung eingerichtete „temporäre Radverkehrsanlagen“ sollen nach den Vorstellungen der Tempelhof-Schöneberger Grünen Abhilfe schaffen.

Temporäre Radverkehrsanlage heißt: Gelbe Fahrbahnmarkierungen, Warnbarken oder Leitboys weisen den vorübergehend verbreiterten und gesicherten Fahrradweg aus. Dass das auch kurzfristig umzusetzen ist, hat Friedrichshain-Kreuzberg am Halleschen Ufer und in der Zossener Straße vorgemacht. Nach Auffassung der Grünen sollte man nun am Innsbrucker Platz, an der Schöneberger Straße sowie am Sachsendamm zwischen Gotenstraße und Tempelhofer Weg diesem Beispiel folgen.

Ulrich Hauschild, verkehrspolitischer Sprecher der grünen BVV-Fraktion: „Die Einrichtung breiter, temporärer Radfahrstreifen verbindet die Verkehrssicherheit mit einem besseren Infektionsschutz für die Radfahrenden. Gleichzeitig wird durch die jetzt größere Zahl von Radfahrenden der Öffentliche Personennahverkehr entlastet, was ebenfalls dem Infektionsschutz zu Gute kommt.“