Im Schwimmbad gehört Kinderlärm dazu

Foto: Bialluch-Liu
Foto: Bialluch-Liu

Der Plan der Bäderbetriebe, etwa durch die Installation von Lärmschutzwänden zwischen Nichtschwimmer*innen- und Schwimmer*innenbereich den „Kinderlärm“ künftig zu reduzieren, findet bei den Grünen Tempelhof-Schönebergs keine Gegenliebe. Das Bezirksamt soll seinen Einfluss geltend machen, die Bäderbetriebe von ihrem Vorhaben abzubringen, fordert die grüne Fraktion in einem Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung. Denn: Kinderlärm gehöre im Schwimmbad nun einmal dazu.

Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Kinder sollen sich in ihrer Freizeit bewegen und austoben. Dass dies nicht mit Stille einhergehen kann, liegt in der Natur der Sache. Statt teure Lärmschutzmaßnahmen ins Auge zu fassen, sollten die Bäderbetriebe ihre jüngsten Besucher*innen lieber in ihrem Bewegungsdrang fördern und bei den anderen Badegästen um Toleranz werben.“

Die Grünen verweisen darauf, dass nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz Kinderlärm ohnehin als natürlicher Umwelteinfluss hinzunehmen ist. Auch die Bademeister*innen in den Schwimmbetrieben äußerten sich gegenüber den Lärmschutzplänen skeptisch, da die Lärmschutzwände eine ordnungsgemäße Überwachung des Betriebes erschweren würden.