100. Jahrestag: Grüne erinnern an Niederschlagung des Kapp-Putsches

Bildnachweis: GNU Lizenz
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Kein offizieller Gedenktag, aber ein historisches Datum, das nicht in Vergessenheit geraten darf: Am 13. März jährt sich zum hundertsten Mal die Niederschlagung des Kapp-Putsches durch den Generalstreik der Gewerkschaften und durch den massiven Widerstand der Berliner Bevölkerung gegen die nationalistischen und rechtsextremistischen „Freikorps“, die kurzzeitig die ganze Stadt besetzt hielten. Um dauerhaft an diese bestandene Bewährungsprobe der jungen Weimarer Demokratie zu erinnern, fordern die Grünen in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung möglich gleich nach Ende der Bauarbeiten am Haus Kaiser-Wilhelm-Platz 3a wieder die Aufstellung einer Gedenktafel.

1987 wurde dort eine Tafel, die auch die sieben Schönebergerinnen und Schöneberger würdigte, die bei den Kämpfen gegen die Freikorps am Kaiser-Wilhelm-Platz gefallen sind, angebracht. Die wurde aber im Zuge von Bauarbeiten beseitigt. Deshalb sagen die Grünen nun: Entweder wird, wenn noch vorhanden, die alte Tafel wieder aufgestellt oder eine neue angefertigt. Dazu sollte die Tafel dann um erklärende Texte und Fotos zur Geschichte des Kapp-Putsches ergänzt werden.

Elisabeth Kiderlen, kulturpolitische Sprecherin der bündnisgrünen BVV-Fraktion: „Die Niederschlagung des Kapp-Putsches vor allem durch das unerschrockene Handeln der demokratisch und fortschrittlich gesinnten Berliner Bevölkerung ist einer der wenigen Lichtblicke in der Geschichte der Weimarer Republik, bei dem sich die Demokratie gegen reaktionäre Weltkriegsgeneräle, rechtsextremistische Freikorps-Terroristen und ihre politischen Unterstützer damals von der Deutschnationalen Volkspartei siegreich behauptete.  Die Erinnerung daran lebendig zu halten, ist für uns eine aktuelle Aufgabe.“