Wanderausstellung zum Rechtsextremismus soll nach Tempelhof-Schöneberg kommen

Foto: Maja Wypychowska / apabiz
Foto: Maja Wypychowska / apabiz

In Mitte, Neukölln und Hellersdorf-Marzahn war sie schon zu sehen, in Tempelhof-Schöneberg noch nicht: Die Wanderausstellung „Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945“ des Aktiven Museums. Deshalb fordern die Grünen in einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung: Das Bezirksamt soll die Ausstellung nach Tempelhof-Schöneberg holen. Nach Meinung der Grünen wäre zum Beispiel die Volkshochschule am Barbarossaplatz ein geeigneter Ausstellungsort.

Die unter anderem von der Aktion Mensch, der Amadeu-Antonio-Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildung geförderte Ausstellung dokumentiert zehn Ereignisse um das Auftreten der extremen Rechten und zeigt, wie engagierte Bürger*innen dagegen den zivilgesellschaftlichen Widerstand organisierten. Für jugendliche Besucher*innen gibt es dazu pädagogisches Begleitmaterial.

Der grüne Bezirksverordnete Bertram von Boxberg: „Auch wenn wir heute mit zunehmenden rechtsextremistischen Aktivitäten von der Hassrede bis zum auch noch offen bejubelten Mord wie im Fall des Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke konfrontiert sind, müssen wir begreifen, dass Neonazismus und Rechtsextremismus kein neues Phänomen sind. Der Schoß, aus dem dies kroch, blieb auch nach 1945 die ganze Zeit über fruchtbar. In einer Zeit, in der organisierte Rechtsextremisten sogar wieder in den Parlamenten sitzen, ist es unerlässlich, über die Geschichte des Nachkriegs-Rechtsextremismus aufzuklären und aus den Erfahrungen des jahrzehntelangen Widerstandes zu lernen.“