Eine temporäre Spielstraße für jeden Ortsteil

Foto: Zander-Rade
Foto: Zander-Rade

Statt den Autos gehört die Straße spielenden Kindern: So soll es zumindest an einem festen Wochentag führ mehrere Stunden in der Crellestraße zwischen Helm- und Kolonnenstraße gelten. In der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg fordert die Fraktion der Grünen: Das Bezirksamt soll zunächst in der Crellestraße, danach aber auch in jedem der sieben Ortsteile des Bezirkes eine „temporäre Spielstraße“ einrichten.

Neu ist die Idee nicht. In Bremen, Frankfurt am Main, ebenso in London und mehreren amerikanischen Großstädten wie Seattle werden teilweise schon seit Jahren ganz normale Durchgangsstraßen zu festgesetzten Zeiten erfolgreich in Spiel- und Begegnungszonen für die Anwohnenden verwandelt. Anfang August bekam auch Berlin mit der Kreuzberger Böckhstraße seine erste temporäre Spielstraße, jeweils am Mittwoch zwischen 14 und 18 Uhr.

Die grüne Bezirksverordnete Annabelle Wolfsturm: „Die langjährigen Erfahrungen in anderen Städten werden uns helfen, mögliche Planungsfehler bei uns zu vermeiden. Da wir die Spielstraßen zusammen mit Eltern- und Anwohner*inneninitiativen verwirklichen wollen, sind Aufwand und Kosten für den Bezirk gering. Und für das Ziel der temporären Spielstraßen, nämlich die gute Nachbarschaft zu fördern, den Kindern mehr Platz für Spiel und Sport zu verschaffen, sind Kosten und Aufwand allemal gerechtfertigt.“