So soll Tempelhof-Schöneberg dem Plastikmüll den Kampf ansagen

Foto: Zander-Rade
Foto: Zander-Rade

Der Kampf gegen die Plastikflut in den Gewässern beginnt an Land in jeder Gemeinde, in jedem Bezirk. Mit vier Maßnahmen wollen die Tempelhof-Schöneberger Grünen den Plastikverbrauch im Bezirk eindämmen und stellen einen entsprechenden Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung. Die Kernforderung: Bei der Warenbeschaffung muss die Verwaltung so weit als möglich auf Plastikverpackungen oder Artikel aus nicht recyceltem Plastik verzichten.

Der grüne Fraktionsvorsitzende Rainer Penk: „Angesichts von bis zu zwölf Millionen Tonnen Plastikmüll, die jährlich in den Weltmeeren landen, ist der Beitrag, den die Tempelhof-Schöneberger Verwaltung dagegen beisteuern kann, natürlich bescheiden. Aber das Handeln einer Verwaltung hat auch eine Vorbildfunktion und wenn man bedenkt, dass jeder Deutsche statistisch betrachtet rund 37 Kilogramm Plastikmüll pro Jahr verursacht, können wir jedes Vorbild, das zeigt, wie man auf Plastik verzichtet, gut gebrauchen.“

Neben den klaren Regeln für die Verwaltung setzen die Grünen vor allem auf Aufklärung der Bevölkerung. In Zusammenarbeit mit Umweltinitiativen wie „Alles im Fluss“ sollen in allen Amtsgebäuden Plakate aufgehängt werden, die über die Plastikflut und Möglichkeiten ihrer Vermeidung informieren. Bei Wochenmärkten müssten, so die Grünen, die Standanbieter*innen motiviert werden, auf Plastik weitestgehend zu verzichten. Schließlich sollten die ortsansässigen Gewerbetreibenden angesprochen und an den Maßnahmen gegen den Plastikmüll beteiligt werden.