Filmstadt Tempelhof-Schöneberg als Touristenmagnet

Monumentenbrücke, Drehort von Himmel über Berlin, Foto: von Boxberg
Monumentenbrücke, Drehort von Himmel über Berlin, Foto: von Boxberg

Der Trend im modernen Tourismus: in Dubrovnik die Schauplätze des Kampfes um den Eisernen Thron von Königsmund aufsuchen, in Venedig auf den Spuren von Commissario Brunetti wandeln. Die Drehorte von Kino-Hits oder beliebten TV-Serien wie „Game of Thrones“ werden zum Anziehungspunkt für Reisende. Davon kann auch Tempelhof-Schöneberg profitieren, meinen die Grünen, und fordern in einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung: In seinem Tourismuskonzept muss der Bezirk unbedingt auf die Drehorte berühmter Filme und Serien hinweisen.

Da hat der Bezirk tatsächlich einiges zu bieten, etwa den Hochbunker in der Pallasstraße, der in dem Wim-Wenders-Streifen „Der Himmel über Berlin“ mit Bruno Ganz eine wichtige Rolle spielt oder den Ratskeller des Rathauses Schöneberg, in der internationalen TV-Serie „Babylon Berlin“ zu sehen als das historische Aschinger-Lokal.

Rainer Penk, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen BVV-Fraktion: „Die negativen Folgen eines überbordenden Massentourismus wie Verkehrskollaps und Umweltverschmutzung müssen wir in Berlin angesichts der Größe und Weitläufigkeit der Stadt nicht wirklich fürchten. Aber mit der Bewerbung auch international bekannter Drehorte könnte Tempelhof-Schöneberg mehr als bisher am boomenden Berlin-Tourismus teilhaben und zusätzliche Besucher*innen, die sich sonst nur in der Innenstadt aufhalten, zum Nutzen unserer Gastronomie, der Hotellerie und des Einzelhandels anlocken.“