Parkraumbewirtschaftung schreitet voran

Foto: Wolfsturm
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Als einen Erfolg grüner Verkehrspolitik auf Kommunal- und Landesebene wertete Rainer Penk, Vorsitzender der grünen Fraktion in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung, die anstehenden Vorarbeiten für die Ausweisung neuer Parkraumbewirtschaftungszonen. Im vergangenen September hatte die BVV auf grüne Initiative gefordert: Das Bezirksamt soll die Möglichkeit weiterer Parkraumbewirtschaftungszonen prüfen. Nun konnte die zuständige grüne Verkehrsstadträtin Christiane Heiß mitteilen: Die grün geführte Verkehrsverwaltung des Senats stellt die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung, der Bezirk kann noch in diesem Sommer die erforderlichen Machbarkeitsstudien ausschreiben.

Da soll dann für zehn Regionen, darunter der Bayerische, der Kaiser-Wilhelm- und der Barbarossaplatz, die Schöneberger Insel, Neu Tempelhof und die Ceciliengärten mit Beteiligung der Anwohner*innen untersucht werden, wie es sich mit Parkraumangebot und Nachfrage verhält, welche Bewirtschaftungsformen denkbar sind, wie die Gebühren gestaltet werden könnten und schließlich welche Auswirkungen eine Parkraumbewirtschaftung auf die Verkehrsentwicklung insgesamt haben wird. Für die geplante Radverkehrszone am Tempelhofer Damm zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße findet bereits eine Verkehrsuntersuchung statt. Deren Ergebnisse, so teilte Stadträtin Christiane Heiß mit, könnten ebenfalls für die Ausweisung von Parkraumbewirtschaftungszonen herangezogen werden.

Der grüne Fraktionsvorsitzende Rainer Penk: „Wir wissen, dass die Planung von Parkraumbewirtschaftungszonen regelmäßig zu heißen kontroversen Diskussionen führt. Aber die Erfahrung lehrt uns auch, dass Parkraumbewirtschaftung den Anwohnern die Parkplatzsuche erleichtert, weil viele Besucher*innen dadurch zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel motiviert werden. Parkraumbewirtschaftung ist so auch ein Mittel der Luftreinhaltung, ein Instrument zur Vermeidung von Fahrverboten, die ansonsten in vielen Innenstadtbereichen wegen der Luftverschmutzung unvermeidbar wären.“