Aufwertung vom Breslauer Platz rückt in greifbare Nähe

Foto: Wolfsturm
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Die jahrelangen Querelen um die Umgestaltung des Breslauer Platzes nähern sich ihrem Ende, seine Aufwertung zu einem echten Stadtplatz mit Aufenthaltsqualität, Fußgängerzone und Spielstraße sind in greifbarer Nähe. Das besagt eine Mitteilung der zuständigen grünen Stadträtin Christiane Heiß an die Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung. Rainer Penk, Vorsitzender der grünen BVV-Fraktion: „Das ist ein Erfolg der Beharrlichkeit der Anwohner*innen und des ständigen Nachbohrens unserer Fraktion in der BVV. Und es ist ein Ergebnis der Tatsache, dass Stadträtin Christiane Heiß in Angriff nahm, was entgegen den BVV-Beschlüssen unter ihrem Amtsvorgänger Daniel Krüger von der CDU lange Zeit liegen blieb. Der hatte sich schließlich allem verweigert, von dem er glaubte, dass es den Autoverkehr behindern würde.“

So blieben die Verhältnisse auf der Lauterstraße eine wesentliche Hürde bei der Aufwertung des Breslauer Platzes. Die ist theoretisch zwar eine „Spielstraße“, in der Praxis für spielende Kinder aber höchst gefährlich. Statt im vorgeschriebenen Schritttempo von sieben Stundenkilometern sind die meisten Autos hier mit 30, etliche sogar mit 50 km/h unterwegs und es werden immer wieder Fahrzeuge hier illegal geparkt. In einer ausgewiesenen Fußgänger*innenzone, in der lediglich noch Fahrräder zugelassen sind, wären die Kinder weitaus sicherer.

Nachdem nun ein Kompromiss zwischen Anwohner*inneninteressen und den Erfordernissen des Lieferverkehrs, der in den Morgenstunden und an Markttagen weiterhin stattfinden wird, geschlossen wurde, steht einer „Teileinziehung“ der Lauterstraße und ihrer Umwandlung zur Fußgänger*innenzone nichts mehr im Wege. Dafür müssen dann nur noch einige Verkehrsschilder aufgestellt werden, sind aber keine baulichen Maßnahmen mehr erforderlich.