Schüler*innen-Haushalte für demokratisches Lernen

Foto: Zander-Rade
Foto: Zander-Rade

Was fängt eine Schule mit 5.000 Euro am besten an? Soll sie neue Medien für die Schulbibliothek anschaffen, die Turnhalle mit zusätzlichen Geräten ausstatten oder lieber ein großes Schulfest ausrichten. Was sie jedem Fall damit anfangen kann: den Kindern beibringen, wie man demokratisch einen Haushalt aufstellt, wie man gemeinschaftlich verantwortlich mit Geld umgeht. Darum geht es bei den Schüler*innen-Haushalten, die es bereits an 33 Schulen in vier Berliner Bezirken gibt und die nach einem Antrag der grünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung auch in Tempelhof-Schöneberg eingerichtet werden sollen.

So funktioniert der Schüler*innen-Haushalt: Alle Schüler*innen – und nicht nur die Mutigen – der jeweiligen Schule erarbeiten Vorschläge. Dann werden so viel Vorschläge mit der Unterstützung der Verwaltung genau ausgearbeitet, bis das Budget erreicht ist, und schließlich realisiert. Begleitet wird das Ganze von der Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. Als ersten Schritt in Tempelhof-Schöneberg soll, so die Grünen, das Bezirksamt die Schulen über die Möglichkeiten des Schüler*innen-Haushaltes informieren und sich am Modellprojekt begleiten.

Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Die gelebte und im Schulgesetz verankerte Partizipation von Schüler*innen erlebt in den solchen Schülerhaushalten eine sinnvolle Ergänzung und gibt allen Schüler*innen die Möglichkeit, in demokratischem Handeln den Schulalltag aktiv mitzugestalten. Unser bezirkliches Kinder- und Jugendparlament führt den Erwachsenen immer wieder vor, mit welchem Eifer sich junge Menschen gesellschaftlich engagieren. Darauf sollten wir auch bei den Schüler*innen-Haushalte setzen.“

Mehr Informationen zu den Schüler*innen-Haushalte gibt es online unter http://schuelerinnenhaushalt.de