Bezirkselternausschuss braucht eigenen Etat

Nach dem Gesetz hat der Bezirkselternausschuss für das Schulleben eine wichtige Bedeutung. Doch von den in das Ehrenamt gewählten Müttern und Vätern wird nicht nur ein erheblicher Zeitaufwand erwartet, sondern dass sie bei der Erledigung ihrer gesetzlichen Aufgaben auch noch in die eigene Tasche greifen. Das Porto für schriftliche Einladungen, Kopierkosten und sämtliche Büromaterialien müssen sie nämlich selbst bezahlen. So geht das nicht, sagen nun die Grünen und fordern in einem Antrag in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung: Das Bezirksamt soll den Bezirkselternausschuss mit einem jährlichen Etat von 1.000 Euro ausstatten.

Von diesem Geld könnte der Bezirkselternausschuss, bisher im Internet nur mit einer längst veralteten Unterseite der Bezirksamtswebseite vertreten, endlich eine eigene aktuelle Homepage betreiben, seine laufenden Materialkosten decken, zu seinen Sitzungen ab und an eine*n externen Referenten*in laden, dem zumindest die Spesen erstatten.

Martina Zander-Rade, schulpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Die Unkostenerstattung für den Bezirkselternausschuss sind in anderen Bezirken längst üblich. Dabei geht es auch gar nicht so sehr um diesen wirklich geringen Betrag, als vielmehr auch um ein Zeichen der Wertschätzung für solche Eltern, die sich zur Wahrnehmung einer gesetzlichen Verpflichtung in dieses Ehrenamt wählen lassen.“