Verkehrsgestaltung muss Radfahrer*innen auch am Südkreuz zu ihrem Recht verhelfen

Foto: Patrick Liesener

Auch wenn es am Bahnhof Südkreuz auf der Wilhelm-Kabus-Straße zwischen Tempelhofer Weg und Eisenbahnbrücke einen Radweg gibt: Wirklich nutzen können ihn die Radler*innen nicht. Falschparkende versperren ihnen nämlich ständig den Weg. Hier muss eine neue Verkehrsgestaltung den Radfahrenden zu ihrem Recht verhelfen, meinen die Verkehrspolitiker*innen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU. Dafür soll sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gegenüber der zuständigen Senatsverkehrsverwaltung einsetzen, fordern die drei Fraktionen in einem gemeinsamen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung.

Anlass des Vorstoßes: Das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg hatte zu einem Vor-Ort-Termin an den Bahnhof geladen, bei dem sich die Bezirksverordneten Patrick Liesener (CDU), Lars Rauchfuß (SPD) und Annabelle Wolfsturm (Bündnis 90/Die Grünen) ein eindeutiges Bild von den unhaltbaren Zuständen machten. Über zwei Stunden hinweg blockierten ein Dutzend falsch parkende Autos den Radweg.

Die Tempelhof-Schöneberger Verkehrspolitiker*innen haben auch bereits klare Vorschläge, wie man das künftig verhindern könnte. In der Fahrtrichtung Nord müsste kurz vor der Einfahrt am Hildegard-Knef-Platz ein zusätzliches Radwegschild aufgestellt, der ganze Radweg grün eingefärbt und durch die Errichtung von Leitboys abgesichert werden. In der Fahrtrichtung Süd unterdessen sollten querstehende Fahrradbügel dafür sorgen, dass dann dort nur noch die Radfahrenden selbst ihre Räder abstellen können.