Umsiedlung des Damwildes aus dem Franckepark: Ein längst überfälliger Schritt für den Tierschutz umgesetzt

Mit der Umsiedlung des Damwildes aus dem viel zu kleinen Gehege im Tempelhofer Franckepark in den Wildpark Glauer Tal wurde eine längst fällige Maßnahme des Tierschutzes endlich umgesetzt. Rainer Penk, Vorsitzender der bündnisgrünen Fraktion in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung: „Ich bin froh, dass unsere grüne Stadträtin Christiane Heiß allen populistischen Anfeindungen widerstanden und das getan hat, was zum Wohl der Tiere nötig war.“

Während zum Beispiel der Vorstand des Berliner Bund Umwelt- und Naturschutz BUND den Umzug des Damwildhirsches und der zehn Kühe in den Brandenburger Wildpark ausdrücklich begrüßt, wollen CDU, FDP, Linke und AfD ungeachtet aller Tierschutzgesetze und Fakten offensichtlich mit ihrer Kampagne gegen diese Umsetzung fortfahren. Penk: „Dabei scheint ihnen auch keine Verschwörungstheorie zu absurd. So verbreitet etwa die FDP über Facebook ohne jede Grundlage die Behauptung, Mitarbeiter des Bezirksamtes hätten dem Hirsch bewusst ein Seil um den Hals gelegt und damit tagelang leiden lassen, um die Tiere auf den Umzug vorzubereiten. Lächerlich ist auch die Behauptung, die Tiere aus Tempelhof wären in Brandenburg zur Jagd freigegeben. Richtig ist, dass sie ausdrücklich nicht gejagt werden dürfen und durch eine Markierung davor geschützt sind. Ebenso richtig ist aber auch, dass es ansonsten immer wieder CDU, FDP und AfD sind, die sich für die private Jagd auf Wildtiere aussprechen und jede Einschränkung, jede Verschärfung der Jagdgesetze vehement ablehnen.“

Als unsinnig wies Penk die Argumentation zurück, die Stadträtin hätte mit der jetzt vollzogenen Maßnahme „undemokratisch“ gehandelt, da sie nicht die Ergebnisse der Bürgerversammlung abgewartet habe. Penk: „Das Abwarten auf diese Bürgerversammlung hat die Tiere nur noch unnötig dem Stress der Silvesterknallerei ausgesetzt. Dazu brachte die Bürgerversammlung keine neuen Ergebnisse. Dass viele Menschen emotional an dem Wildgehege hingen, war schon vorher klar und ist auch verständlich. Aber es gab keinen umsetzbaren Vorschlag, wie man die Tiere artgerecht entsprechend dem Tierschutzrecht im Franckepark hätte halten können. Im Übrigen kann keine Bezirksverordneten- oder Einwohnerversammlung gegen geltendes Recht zu wie auch immer gearteten Ergebnissen kommen.“

CDU, FDP und AfD ginge es nicht um das Tierwohl, sondern darum, gegen die erfolgreiche grüne Politik im Bezirk Stimmung zu machen. Rainer Penk: „Egal, ob es um sogenannte Nutz-, Haus- oder Wildtiere geht, sind und bleiben wir Grünen die Partei des konsequenten Tierschutzes. Etikettenschwindel wie vermeintliche Tierschutzlabels für Schweinefleisch von qualvoll kastrierten Ebern oder eine angeblich artgerechte Haltung in zu kleinen Gehegen ohne Schutz und Rückzugsmöglichkeiten sind mit uns nicht zu machen.“