Queer.de erweist der schwul-lesbischen Community in Tempelhof-Schöneberg einen Bärendienst

Wer dem bündnisgrünen Baustadtrat Jörn Oltmann wegen der in jüngster Zeit erfolgten Kontrollen von sexpositiven Einrichtungen der Community in Tempelhof-Schöneberg homophobe Motive unterstellt, erweist der queeren Community im Bezirk einen Bärendienst. Dies erklärte Rainer Penk, Vorsitzender der grünen BVV-Fraktion, zu einem jetzt im Magazin queer.de veröffentlichten Kommentar.

Die vor allem wegen ihrer Durchführung umstrittenen Kontrollen seien schließlich von der Polizei und nicht vom Bezirksamt ausgegangen. Fachbereiche des Bezirksamts, wie etwa die Bauaufsicht, werden durch Amtshilfeersuchen der Polizei zu solchen Einsätzen hinzugezogen, um beispielsweise die Einhaltung baurechtlicher Sicherheitsbestimmungen zu prüfen. Angesichts des tragischen Brandes in einem Schöneberger Sauna-Club, bei dem im letzten Jahr mehrere Besucher*innen ums Leben kamen, seien solche Überprüfungen generell sinnvoll und notwendig, meinte Penk: „Wir wissen, dass es seit dem bereits zahlreiche Gespräche zwischen Gewerbetreibenden und unserem Stadtrat gab, um in jedem Einzelfall konstruktive Lösungen zu finden.“ Welche Erkenntnisse und Motive die Polizei zu den massiven Einsätzen veranlasst haben, sei noch zu klären.

Die Grünen hätten sich immer für einen toleranten und vielfältigen Bezirk eingesetzt, sich für die berechtigten Belange der queeren Community stark gemacht. Penk: „Wir werden auch künftig alles dafür tun, dass schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Menschen in unserem Bezirk diskriminierungsfrei und sicher leben können. Das schließt alle Facetten queerer Subkultur ebenso ein, wie die Einhaltung allgemein geltender Schutz- und Sicherheitsbestimmungen. Wer seine Freizeit in den Bars und Clubs im Bezirk genießt, soll sich nicht um die bauliche Sicherheit der Immobilien sorgen müssen. Unseren Stadtrat wissen wir dabei an unserer Seite.“