Schneller Grün für Kinder und Senior*innen

Foto: Annabelle Wolfsturm
Foto: Annabelle Wolfsturm

Der Unterricht fängt gleich an oder auf der anderen Straßenseite gehen die Freunde, doch die Ampel bleibt auf Rot. Das nächste Auto scheint noch weit: Warum also nicht schnell über die Fahrbahn laufen? Das führt an der Kyffhäuser- Ecke Hohenstaufenstraße immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil bei der Ampelschaltung die Wartezeiten für das Grün zu lang sind. Deshalb fordern die Grünen in einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg: Diese Ampelschaltung muss so umgestellt werden, dass sie kindgerecht ist.

Die grüne Bezirksverordnete Annabelle Wolfsturm: „Diese Ampel liegt immerhin im Einzugsbereich der Werbellinsee-Grundschule und der Katholischen Schule St. Franziskus mit zusammen fast 800 Kindern. Die erleben da auch immer wieder, dass Erwachsene als schlechte Vorbilder die Straße bei Rot überqueren und machen es ihnen nach. Dabei können Kinder Gefahrensituationen noch viel weniger als Erwachsene realistisch einschätzen. Darum brauchen wir hier eine andere Ampelschaltung.“

Die wünschen sich die Grünen auch für die Ampel an der Dominicus- Ecke Fritz-Elsas-Straße. Das Ärgernis für Fußgänger*innen, darunter die Bewohner*innen des örtlichen Seniorenheimes oder Besucher*innen der katholischen Gemeinde: Bis zu eineinhalb Minuten muss man hier auf das grüne Signal für Fußgänger*innen warten und das mitunter, obwohl nicht einmal Autos kommen, weil die selber an den nächsten Verkehrsknotenpunkten gerade vor einer roten Ampel warten.

Wenn die BVV den grünen Anträgen folgt, muss das Bezirksamt deswegen bei der Senatsverkehrsverwaltung auf eine Umstellung der Ampelschaltungen drängen.