Am Volksentscheid zum Tempelhofer Feld gibt es nichts zu rütteln

Foto: Bertram von Boxberg
Foto: Bertram von Boxberg

An dem im Volksentscheid bekundeten Willen der Berliner, das Tempelhofer Feld frei von Bebauung zu halten, dürfen Senat und Abgeordnetenhaus nicht rütteln. Das ist die Kernaussage einer Willensbekundung, die auf Initiative der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU in die kommende Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg verabschiedet werden soll. Damit treten die Tempelhof-Schöneberger Bezirkspolitiker*innen von CDU und Grünen allen Überlegungen, durch Parlamentsentscheidung eine Bebauung zu ermöglichen, entgegen.

Das Ergebnis des Volksentscheides vom Mai 2014, bei dem sich immerhin zwei Drittel der Wähler*innen für eine dauerhafte Freihaltung des Feldes entschieden hatten, darf von den politisch Verantwortlichen nicht unterlaufen werden, könne allenfalls durch einen erneuten Volksentscheid geändert werden. Matthias Steuckhardt, Fraktionsvorsitzender der CDU, und der grüne Fraktionsvorsitzende Rainer Penk übereinstimmend: „Das letzte Wort muss hier bei den Wählerinnen und Wählern liegen.“

Bei allen Überlegungen zum Tempelhofer Feld sei außerdem zu berücksichtigen, dass die freie Fläche als Kaltluftschneise eine entscheidende Bedeutung für das Stadtklima habe, sie zudem von den Berlinerinnen und Berlinern sowie ihren Gästen als innerstädtisches Erholungs- und Freizeitangebot angenommen worden sei, als einmaliges Kleinod, wie man es in kaum einer anderen Großstadt findet, geschätzt würde.