Auch Eichhörnchen brauchen sichere Wege zu den Futterplätzen

Foto: Carola Götze
Foto: Carola Götze

Tempelhof-Schönebergs Eichhörnchen leben gefährlich, vor allem, wenn sie bei der mühseligen Futtersuche die Baumgipfel verlassen und öffentliche Wege und Straßen überqueren müssen. Darum fordern die Grünen in einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung: Das Bezirksamt soll für Eichhörnchen sichere Wege schaffen und dazu im bevorstehenden Winter an geeigneten Stellen Futtermittel für die Nager ausbringen.

Die Bäume auf dem Grundstück des Hauses am Kleistpark sind beispielsweise bei Eichhörnchen ein beliebter Wohnort, doch der nächste Haselnussbaum, eine bevorzugte Futterquelle, gehört zum Grundstück Grunewaldstraße 6. Der ist mit dem Sprung von Baum zu Baum so nicht erreichbar. Eine sogenannte Eichhörnchenbrücke, ein armdickes Seil zwischen den Bäumen, könnte manches Eichhörnchenleben sicherer machen. Nun soll, so die Grünen, der Bezirk mit Unterstützung der Tierschutzvereine und Umweltverbände herausfinden, an welchen Stellen solche Brücken noch anzubringen wären, dann entsprechend handeln.

Hinzu kommt: Der lange trockene Sommer hat etliche Futterbäume in Mitleidenschaft gezogen. Der witterungsbedingte Ausfall von Sämereien, Zapfen und Nüssen wird den Eichhörnchen, die keinen Winterschlaf halten, in der kalten Jahreszeit den Überlebenskampf erschweren. Der grüne Vorschlag: An geeigneten Stellen werden die für Eichhörnchen passenden Futtermittel ausgelegt.

Die grüne Bezirksverordnete Elisabeth Kiderlen: „Wir haben im Bezirk viele Menschen, die sich ehrenamtlich für die Tiere engagieren, zum Beispiel in der Eichhörnchen Nothilfe e.V. In einer gemeinsamen Aktion von ehrenamtlichen Tierschützern und Bezirksamt sollte es gelingen, die Eichhörnchenpopulation über den Winter zu bringen.“