Für den Tierschutz: Die Hirsche aus dem Franckepark gehören in den Wald

Foto: Diana Plange
Foto: Diana Plange

Auch wenn der Abschied vom Damwild aus dem Gehege im Franckepark nicht nur vielen Anwohner*innen schwer fällt: Im Interesse des Tierschutzes gibt es zum Umzug des Hirsches und der zehn Kühe keine Alternative. Deshalb unterstützt die grüne Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg die Pläne des Bezirksamts und fordert in einem Antrag an die BVV: Die Umsiedlung der Tiere in den brandenburgischen Naturpark Nuthe-Nieplitz sollte nun schnellstmöglich erfolgen.

Dabei geht es nicht allein darum, dass die Tierschutzrichtlinien für Damwild eine Fläche von tausend Quadratmetern pro Tier vorschreiben, im Franckepark aber nur 8.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Wildtiergehege in eng begrenzten städtischen Grünanlagen mögen für die Menschen eine Attraktion sein, bedeuten für die Tiere aber eine Qual, sind deshalb ein Auslaufmodell und lassen sich auch nicht mit der Tierhaltung in Zoos vergleichen. Wolfsturm: „In Zoos, die teilweise auch umstritten sind, haben die Tiere zumindest in der Regel ihre Rücksichtsmöglichkeiten und gibt es Pfleger*innen, die sich rund um die Uhr um sie kümmern, notfalls auch vor zudringlichen Besucher*innen schützen. Diesen Schutz gibt es im Franckepark nicht.“

Kein Verständnis hat die grüne Bezirksverordnete für das Auftreten von CDU und Linken bei der Auseinandersetzung um das Damwild-Gehege. Annabelle Wolfsturm: „Statt in populistischer Manier für diese besondere Form der Massentierhaltung zu trommeln, hätten sie besser daran getan, gemeinsam mit uns und anderen Natur- und Tierfreund*innen zu diskutieren, wie man nach der Umsiedlung der Tiere diesen Platz so gestaltet, dass die Besucher*innen dort Einblicke in ökologische Zusammenhänge erhalten können und ein besseres Verständnis für die Natur bekommen.“