Grüne werben für sichere Wege zum Schulanfang

Um den Kindern freie Sicht zu lassen, müssen Straßeneinmündungen mindestens fünf Meter bis zum Schnittpunkt frei von parkenden Autos bleiben; in Spielstraßen fährt man in Schrittgeschwindigkeit, fünf bis sieben km/h, und das im ersten Gang; bei Bushaltestellen halten sich auch Radfahrer auf dem Radweg in Bremsbereitschaft. Das sind zwar alles Selbstverständlichkeiten, die allerdings von vielen Verkehrsteilnehmern regelmäßig vergessen werden. Mit einem im Umfeld der Schulen verteilten Flyer erinnern Tempelhof-Schönebergs Grüne jetzt an diese sinnvollen Regeln und wollen so zum Beginn des neuen Schuljahres zu mehr Verkehrssicherheit beitragen.

Die bündnisgrüne Bezirksverordnete Annabelle Wolfsturm, Mitglied im Verkehrsausschuss der BVV: „Schulwegsicherheit ist eines unserer zentralen Anliegen, ein Thema, bei dem gerade auf kommunaler Ebene viel erreicht werden kann.“ So verweisen die Grünen denn in ihrem Flyer auch auf die Erfolge, die sie in jüngster Zeit im Bezirk für sicherere Schulwege erzielten. Auf grüne Initiative hin wird zum Beispiel vor dem Kinderladen in der Bundesallee 140 ein temporäres Tempolimit von 30 km/h eingerichtet. Bei der Ruppin-Grundschule kommt eine zweite „Elterntaxi-Haltestelle“. Das soll Kinder, die nicht von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden, vor unnötiger Verkehrsbelästigung schützen. Auf grünen Antrag hin beschloss die BVV dazu, dass der Bezirk der Charta Verkehrssicherheit beitrat und nun ein umfassendes bezirksweites Konzept für sicherere Schulwege erarbeitet.

Annabelle Wolfsturm: „Aber auch die besten Konzepte werden nur dann wirken, wenn die Verkehrsteilnehmer sich entsprechend rücksichtsvoll verhalten. Diesem Ziel dient unser Flyer.“

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