„Blaues Band“ sanieren und für die Zukunft sichern

Bildnachweis: Foto (c) Bertram von Boxberg
Bildnachweis: Foto (c) Bertram von Boxberg

Rost nagt an der Stahlskulptur, die dazugehörigen Informationstafeln sind mit Graffiti besprüht. So darf ein würdiger Gedenkort nicht aussehen, sagen die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg und fordern deshalb in einem Antrag an die BVV: Das „Blaue Band“, das die Sophie-Scholl-Schule symbolisch mit dem Hochbunker in der Pallasstraße verbindet, muss saniert und für die Zukunft gesichert werden.

Errichtet wurde „Das „Blaue Band“ vor 16 Jahren, erinnert an die ukrainischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die 1943 unter unmenschlichen Bedingungen den Hochbunker in der Pallasstraße errichten mussten. Die Zwangsarbeiter waren mit ihren Kindern in einem Lager – der heutigen Sophie-Scholl-Schule – zusammengepfercht. Während die Eltern sich zu Tode schuften mussten, waren die Kinder in der weitgehend zerstörten Schule sich selbst überlassen. Das „Blaue Band“ symbolisiert den Weg vom Lager zur Bunkerbaustelle.

Der grüne Bezirksverordnete Bertram von Boxberg: „Dieser Erinnerungsort wird neuerdings immer häufiger besucht, ist zu einem regelmäßigen Ziel von Stadtführungen geworden. Das macht es umso dringender, die notwendigen Sanierungsarbeiten so schnell als möglich in Angriff zu nehmen.“