Altkleidersammlung – sinnvoll und mit System

Die meisten illegal aufgestellten Altkleider-Container im Bezirk sind abgeräumt, mancher wilde Müllplatz damit bereinigt. Doch diese notwenige Säuberungsaktion führte zu einem neuen Problem: Wer jetzt seine alten Textilien oder Schuhe entsorgen will, muss oft weite Wege zurücklegen, ehe er den legal aufgestellten Altkleider-Container einer gemeinnützigen Einrichtung findet. Darum fordert die Fraktion der Bündnisgrünen in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung: Der Bezirk braucht ein Konzept für die Aufstellung von Altkleider-Containern, das eine kiezbezogene Sicherstellung von Stellplätzen und eine angemessene Gestaltung gewährleistet.

Der bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Rainer Penk: „Wir wollen sicherstellen, dass gemeinnützige Organisationen ihre Projekte auch künftig aus dem Erlös solch sinnvoller Sammlungen finanzieren können. Gleichzeitig muss aber den Aktivitäten von zwielichtigen Geschäftemachern, die unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit nur ihre Profitmaximierung betreiben, ein Riegel vorgeschoben werden. Und schließlich wollen wir einer Verunreinigung der Sammelstellen vorbeugen. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz gibt uns die passenden Instrumente zur Hand, all das zu erreichen.“

Eine Genehmigung zum Aufstellen von Containern soll nach grünen Vorstellungen nur dann erteilt werden, wenn der Aufsteller eine ordnungsgemäße und zuverlässige Sammlung garantieren kann, auch entsprechende Leistungsnachweise erbringt. Dazu soll er klar darlegen, in welchen Intervallen er die Container leert, wie er eine ordentliche Betreuung der Sammelstellen gewährleistet, mögliche Verunreinigungen oder Beschädigungen innerhalb von 48 Stunden beseitigt.