Ausstellung der Barbarossa-Schule zu Schönebergs Plätzen gehört ins Rathaus

Bild von Finia April 2013, Ausstellungsexponat Grundschule am Barbarossaplatz
Bild von Finia April 2013, Ausstellungsexponat Grundschule am Barbarossaplatz

Wer hätte das gedacht? Auf Platz 5 der reichsten Städte Preußens steht Schöneberg. Um noch mehr wohlhabende Bürger in die Gemeinde bei Berlin zu locken, entwickelt die Bodengesellschaft Salomon und Haberland im Jahr 1903 einen ehrgeizigen Plan: Ein neuer vornehmer Stadtteil mit prächtigen Bürgerhäusern und großzügigen Plätzen soll zum Viertel der oberen Zehntausend werden. Diese und andere Geschichten erzählt die Ausstellung „Plätze im Bayerischen Viertel“, eine Ausstellung, die nach einem Antrag der bündnisgrünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung demnächst im Rathaus Schöneberg und anderen Bezirkseinrichtungen zu sehen sein soll.

Das Besondere der Ausstellung: Zusammengestellt wurde sie von den Eltern und Lehrern der Grundschule am Barbarossaplatz. Dabei soll sie auf anschaulichen Plakaten nicht nur einen Blick auf die wechselhafte Geschichte des Bayerischen Viertels, sondern auch in die Zukunft werfen: Ergänzt wird sie jetzt mit von den Kindern gefertigten Modellen, wie die sich die künftige Gestaltung der Plätze vorstellen.

Elisabeth Kiderlen, kulturpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Was unsere Schulen leisten, ist mitunter wahrhaft enorm. Diese Ausstellung im Rathaus und anderen öffentlichen Räumen zu zeigen, ist nicht nur eine angemessene Anerkennung der beteiligten Kinder, Eltern und Lehrer, sondern spannende Heimatkunde für alle Schönebergerinnen und Schöneberger, eine Bereicherung unseres kommunalen Kulturlebens.“